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Trierischer Volksfreund
Schwarz war die Köchin

Günter Grass wird in diesem Jahr 80 Jahre alt. Anlässlich dessen hat die aus der Gruppe "fabuLyriker" bekannte Sprechkünstlerin Anke Kramer eine Hommage an den Schriftsteller erarbeitet, die sie jetzt in der Tufa Trier präsentierte.
Zusammen mit dem Schlagzeuger Ortwin Feil vertonte Anke Kramer Lyrik von Grass als Bilder aus Sprache und Rhythmus.
Anke Kramer ist Gründungsmitglied der "fabuLyriker". Jetzt hat sie ein Soloprogramm erarbeitet, das sich einer ihrer Leidenschaften widmet: der Lyrik von Günter Grass. Mit dem national und international tätigen Schlagzeuger und Komponisten Ortwin Feil hat sie einen
experimentierfreudigen Partner gewonnen, der beim Auftritt in der Tufa sofort Akzente setzt. Ein "Trommelwirbel" bildet den Auftakt zur Rezitation von 45 Gedichten wie "Ausgefragt", "Das haben wir nicht gewollt", "Sonntagmorgen" oder "Hochwasser", die Grass als kritischen Beobachter der Gesellschaft und seiner eigenen Person in Verstrickungen porträtieren.
Dabei trifft Anke Kramer mit ihrer wohlklingenden Stimme immer den richtigen Ton.
Doch es ist sperrige Kost, die das kleine Publikum verdauen muss. Die Texte erfordern Konzentration und ein hohes Maß an Bereitschaft, sich auf sie einzulassen, zumal sie in so großer Fülle aufeinanderfolgen. Ebenso das Schlagzeug mit seinen eigenwilligen, teils sehr plötzlich einsetzenden Rhythmen. Beides zusammen überschreitet häufig die Grenze zur
Reizüberflutung und lässt deshalb die erforderliche Konzentration nicht zu. Wenn das Schlagzeug nur Stimmungen einleitet und sich die Sprache in Stille entfalten kann, kommen Schönheit und metaphorischer Gehalt von Formulierungen wie: "Wer Glas zerbricht, weiß noch nicht, was der Frost verbirgt" weit besser zur Geltung.
Dann weckt das anspruchsvolle Programm Lust darauf, sich mit der Lyrik eines wirklich großen
Schriftstellers auseinanderzusetzen.

 

 

Vertonte Lyrik von Günter
Grass: Anke Kramer. TV-Foto:
Anke Emmerling

25.05.2007
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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